Forschung und Entwicklung - Bauwerkmonitoring

2020 – Bauteilversuch zur Spannungsrisskorrosion (SpRK)

In Zusammenarbeit mit der Universität Luxembourg wird ein Bauteiltest an einem originalem Brückenausschnitt durchgeführt. Dabei wird ein 26 Meter langer Ausschnitt einer Spannbetonbrücke definiert geschädigt, um weitere Erkenntnisse über das Bauteilverhalten beim Bruch von Spannungsgliedern durch Spannungsrisskorrosion zu gewinnen. Ziel des Langzeitversuchs ist es, neben Erkenntnissen über die Verschiebung des Scheitelpunktes in der Biegelinie auch die Schadensposition am Bauteil zu erkennen.

 

In vorangegangenen Bauteilversuchen wurde nachgewiesen, dass über die Biegelinie, bzw. das Rückstellverhalten eine Schädigungen der Struktur frühzeitig erkannt wird.

 

Es zeigte sich, dass ein struktureller Schaden über Schwingungsmessungen nur dann erkannt werden kann wenn der Überbau definiert angeregt wird. Die Anregung aus Verkehrslasten ist für eine Schadenserkennung in frühen und mittleren Stadien nicht ausreichend.

 

Ansicht des Testkörpers mit Lastschlitten und Shaker:

Bauteiltest Spannungsrisskorrosion SpRK BMG Bauwerk Monitoring GmbH

Die nebenstehende Abbildung zeigt die freigelegten Spann-glieder, die nacheinander durchtrennt werden. Nach jeder weiteren Schädigung wird das Bauteil statisch und dynamisch belastet. Die entscheidende Messgröße ist die Biegelinie, die an mehreren Messpunkten hochgenau erfasst wird.

 

Gerne informieren wir Sie über den Stand der Forschungen. 

 

 

Proof of Concept an Stahlbrücke, Hamburg 2018

In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Hamburg (TUHH) wurden erstmals dynamische Verformungs-messungen an einer Brücke im Normalbetrieb und bei Belastungsfahrten durchgeführt.

 

Bei der Brücke handelte es sich um eine 320m lange Autobahnbrücke in genieteter Stahlbauweise, Baujahr 1912.

Die Brücke wurde mit acht Laser-Messstrecken mit Messweiten von 50 bis 125m ausgerüstet, ebenfalls wurden die Lufttemperaturen sowie die Temperaturen an der Fahrbahn und dem Tragwerk n erfasst. An der Brücke selbst war ein Weight-In-Motion System installiert, mit dem die Bestimmung der Fahrzeugmassen über die Verformungen validiert werden konnten.

 

Ansicht der Testbrücke:

Bauwerksmonitoring

 

Das Ergebnis: Über den experimentellen Nachweis der Standsicherheit per Belastungsfahrt konnten weitere nutzbare  Festigkeitsreserven für die Nachrechnung nachgewiesen werden.