Forschung und Entwicklung

Bauteilversuch zur Spannungsrisskorrosion (SpRK)

In Zusammenarbeit mit der Universität Luxembourg wird ein Bauteiltest an einem originalem Brückenausschnitt durchgeführt. Dabei wird ein 46m langer Ausschnitt einer Spannbetonbrücke definiert geschädigt, um weitere Erkenntnisse über das Bauteilverhalten beim Bruch von Spanngliedern bei SpRK zu gewinnen. Zielsetzung ist es, über die Verschiebung des Scheitelpunktes in der Biegelinie die Schadensposition am Bauteil zu erkennen.

 

Ansicht des Testkörpers mit Lastschlitten und Shaker:

Bauteiltest Spannungsrisskorrosion SpRK BMG Bauwerk Monitoring GmbH

Die nebenstehende Abbildung zeigt die freigelegten Spannglieder, die nacheinander durchtrennt werden, wobei nach jedem Schädigungsschritt das Bauteil statisch und dynamisch belastet wird. Messgröße ist die Biegelinie, die an mehreren Messpunkten hochgenau erfasst wird. 

 

Gerne informieren wir Sie über den Entwicklungsstand

 

 

 

Proof of Concept  2017-2019

 

In Zusammenarbeit mit der technischen Universität Hamburg (TUHH) wurden erstmals dynamische Verformungsmessungen an einer Brücke im Normalbetrieb und bei Belastungsfahrten durchgeführt.

 

Bei der Brücke handelte es sich um eine 320m lange Autobahnbrücke in genieteter Stahlbauweise, Bj. 19010.

Die Brücke wurde mit 8 Laser-Messstrecken mit Messweiten von 50 bis 125m ausgerüstet, ebenfalls wurden Lufttemperaturen und die Temperaturen an der Fahrbahn und dem Tragwerk an verschiedene Positionen erfasst. An der Brücke war ein Weight-In-Motion System installiert, mit dem die Bestimmung der Fahrzeugmassen über die Verformungen validiert werden konnten.

 

 

Ansicht der Testbrücke:

Bauwerksmonitoring

 

 

Im Ergebnis zeigte sich, dass über den experimentellen Nachweis der Standsicherheit per Belastungsfahrt weitere Festigkeitsreserven für die Nachrechnung nachgewiesen werden konnten.